So langsam finde ich es anstrengend mit diesen dauernden „Updates“ zu Michael Jackson. Die ganze Welt soll (will?) Anteil nehmen an jedem noch so kleinen Detail aus dem ehemaligen (?) Leben (?) von Michael Jackson. Dauernd gibt es ein Foto von ihm zu sehen.
Wird er davon wieder lebendig? Wird es davon leichter, dass (oder wie) er gestorben ist? Erleichtert es irgendwas für irgendwen?
Ja – MIR hilft es, im Internet quasi „öffentlich“ zu schreiben, wie es mir geht mit dem Tod meiner Mutter. Und ich finde erstaunlich oft Zeit und Inhalte, die zu neuen Artikeln auf diesem Blog führen. Und doch – wenn ich mich rückerinnere an die Zeit zwischen dem Totsein meiner Mutter und ihrer Beerdigung – ich hätte es völlig unangemessen gefunden, wenn eine breite Öffentlichkeit angeblichen „Anteil“ genommen hätten an dem, was in den letzten Tagen/Wochen/Monaten ihres Lebens wichtig für sie war.
Ja – es war gut, dass so viele Menschen gekommen sind zu ihrer Beerdigung, wie sie gekommen sind. Es hat mir geholfen, Teile ihres Lebens zu sehen, die mir vorher weniger klar waren. Und doch – mir ist unklar, ob den Angehörigen von diesem Menschen dadurch „geholfen“ wird – oder wem sonst? – dass so viel darüber berichtet wird über das, was mit dem Tod dieses Menschen direkt oder indirekt zu tun hat. WOLLEN das wirklich so viele so detailliert wissen? Ich als Angehörige hätte es nicht gewollt.
