Mich beschäftigt angesichts der unterschiedlichsten Möglichkeiten zunehmend die Frage, wer wonach entscheidet , wie sie/er beerdigt sein (oder/und betrauert werden) möchte.
Es gibt sicher Argumente für eine Beteiligung am Friedwald. Oder für eine Beteiligung an so genannten “Ruhegemeinschaften“. Es gibt wohl auch solche für Erdbestattungen oder/und Feuerbestattungen. Für anonyme Bestattungen ebenso wie für Seebestattungen.
Die, die dann tot sind, können das oft vorher (mit-)entscheiden. Nur – wonach? Mit Blick auf sich selbst – “Ich will meinen Lieben (k)einen Ort der Trauer hinterlassen” – oder auch “Es soll niemand (teure) Last auf sich nehmen mit Grabpflege” – Oder zeugen solche Fragen bzw. deren Antworten doch eher vom Blick auf die, die “bleiben” (zumindestens meistens/vorerst)?
Und was ist mit denen, die bleiben? Wenn es kein Testament gibt – was dann? Wird dann entschieden mit Blick auf das, was die/der gewollt hätte, die/der nun tot ist? Oder schaffen es die Bleibenden, einen Blick zu wagen auf ihre eigenen Wünsche nach einem Ort der Trauer, einem Ort der (Wieder-)Begegnung, des Abschieds? Woher, wenn dies das erste Mal wäre, wo sie mit dem Thema konfrontiert werden?
Dieser Artikel wurde schon einmal sehr ähnlich via Abschiedsvorstellung.de veröffentlicht; hier findet er sich als “Datensicherung” unter dem gleichen Datum hinterlegt.