Abgrenzung, um Abstand zu bekommen

Sie fehlt mir immer noch – meine Heilpraktikerin. Ich denke bei jedem auftretenden Symptom sofort daran, was sie mir wohl empfohlen hätte. Ich bin traurig, dass ich sie nicht mehr fragen kann. Ihr nichts mehr erzählen kann. OK – ich könnte ihr natürlich trotz meines Wissens um ihren Tod etwas erzählen von dem, was ich an Symptomen bemerke. Da sie jedoch meist mit eher ungewöhnlichen Empfehlungen kam, hilft mir das nur begrenzt. Ich bewunderte schon zu ihren Lebzeiten ihre Kompetenz, die ganz offen-sichtlich das überschritt, was ich aus entsprechenden Büchern bekam.

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All die ungesagten Worte – Buchgedanken

Es gibt etwas Neues von Marc Levy: All die ungesagten Worte. OK – es ist nicht GANZ neu – aber als Taschenbuch trägt es das Erscheinungsdatum Januar 2011 ;) . Wie so oft, habe ich auch dieses Buch ratzfatz ausgelesen. Hier, aber auch hier findet sich die Inhaltsangabe samt Kritik des  entsprechenden Hörbuchs, was so klingt, als wäre es durchaus auch zu empfehlen. Ich finde es durchaus ebenfalls empfehlenswert.

Mich hat es dazu gebracht, mal wieder einen aktuellen Artikel auf meinem Blog zu verfassen. Ja – mag sein, dass die zugrunde liegende Geschichte arg seicht scheint – die Idee als solche finde ich aber schon auch zum Nach-Denken. Was würde ich, was hätte ich angefangen mit geschenkter Zeit, in der meine Mutter wirklich “ansprechbar” gewesen wäre? Welche Worte hätte ich gesagt? Welche hätte ich hören wollen? Welche Fragen blieben offen?

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Unnützes Gepäck | Abschiedsvorstellung

In meinem schon in einem anderen Beitrag von mir erwähnten Andachtsbuch fand ich heute mal wieder einen mir für das Blog der Abschiedsvorstellung [aber durchaus auch für dieses Blog] passend erscheinenden Beitrag, der so titelt ist wie dieser Artikel. Ich zitiere mal wieder von dort:

»Das letzte Hemd hat keine Taschen«, lautet eine alte Volksweisheit. Doch inzwischen scheint sie nicht mehr umfassend zu gelten. Denn Bestatter berichten, dass Verstorbenen zunehmend Beigaben mit ins Grab gelegt werden. Nun ist so etwas nicht neu. Schon seit Urzeiten und bis ins Mittelalter war es üblich, den Toten etwas mitzugeben. Und dieser Brauch scheint wieder aufzuleben. Vielfach sind es heute Briefe, Fotos und Kinderzeichnungen. Kindern legen Angehörigen teures Elektronikspielzeug mit in den Sarg. Die Journalistin und Moderatorin Elke Heidenreich hat ihren Grimme-Preis ihrer Mutter ins Grab gelegt. Der Kölner Erzbischof Kardinal Meisner hat in seinem Testament verfügt, dass er mit seinem Taufschein beerdigt werden möchte, der ihn berechtige, in den Himmel aufgenommen zu werden. Insbesondere aus den USA wird berichtet, dass zunehmend Handys, iPods, Laptops und sonstige Elektronikgeräte mit in den Sarg gelegt werden.

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Literarisches zum “Spiel des Lebens”

Neulich schrieb ich einen Beitrag auf der Abschiedsvorstellung mit dem Titel “Zurück in den Alltag? Robert Enkes Biografie. Ich zitiere mich mal selbst ;) mit meinen dort gestellten Fragen:

…die, bei denen der Tod eines Menschen etwas berührt hat – wie geht es für die weiter? Mit dem Thema, das da angerührt wurde? Depressionen? (Versehentlicher) Selbstmord? Lebensziele? Einfach “nur” weiter? Oder doch auch anders weiter?

Seit meine Mutter gestorben ist, geht es anders für mich weiter. Mein Blick beim Lesen hat sich offenbar verändert. Mir geraten öfter als früher Bücher in die Hände, in denen Elternteile sterben oder gestorben sind. Eine Autorin namens Cecelia Ahern widmet sich in vielen ihrer Bücher auf die eine oder andere Weise der Frage nach dem Weiterleben nach dem Tod. Wobei dieses Wort durchaus doppeldeutig zu verstehen ist – es geht ihr meist mehr um das weitere Leben derer, die jemanden “vermissen”.

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Diamant statt Urne – die verrückteste Bestattung der Welt | Abschiedsvorstellung

Diamant, www.pixelio.de

Diamant, www.pixelio.de

Heute fand ich in meinem Andachtsbuch einen Beitrag, der so titelt ist wie dieser Artikel. Ich zitiere von dort:

“So lautete der Titel eines Artikels in den Medien, der eine neue Methode der Leichenbestattung erläuterte. Da der menschliche Körper zu 20% aus Kohlenstoff besteht, wäre nach Verbrennung der Leiche die ideale Basis für einen Diamanten gegeben.

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Freudige Zufriedenheit ob des Todes | Abschiedsvorstellung.de

Kardiogramm, © Olga Gabai - Fotolia.com

Kardiogramm, © Olga Gabai - Fotolia.com

Neulich ist mir was Unerwartetes passiert. Ich war auf einmal ganz FROH, dass meine Mutter tot ist. Sofort anschließend habe ich mich geschämt – wie kann ich froh darüber sein, dass es ist, wie es ist? Sie hätte ganz bestimmt gern noch weiter gelebt. Und ich hätte auch gern noch Zeit mit ihr verbracht. Und doch war ich zumindest einen kurzen Moment lang zufrieden damit, dass es ist, wie es ist.

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GeDENK-Tage | Abschiedsvorstellung.de

Heute früh kam es im Radio: Vor einem Jahr starb Michael Jackson. Das ist vermutlich auch der Grund, weshalb hier auf dem Abschiedsvorstellungsportal die “alten” Artikel wieder auf der ersten Seite zu finden sind? Wie auch immer. Es gibt Radiosender, die erklären diesen Tag zum Michael-Jackson-Gedenktag und reden den ganzen Tag über ihn, spielen die von ihm gesungenen Lieder und halten die Erinnerung wach.

Ich sehe am Todestag meiner Mutter zu, gut für mich zu sorgen. Wenn es möglich ist, gehe ich auf den Friedhof. Da das jedoch keine Tagesbeschäftigung ist, schaue ich, dass ich den Tag so bewusst wie möglich verbringe. Beim Schreiben fällt mir auf, dass es inzwischen tatsächlich der Todestag ist, wo ich besonders sorgfältig schaue, gut für mich zu sorgen. Dabei gehe ich genau so an ihrem Geburtstag auf den Friedhof. Meine Mutter hat also mehrere Ge-DENK-Tage. Wobei es auch nach all der Zeit keinen Tag gibt, an dem ich nicht an sie denke. Was ist also anders an solchen Tagen?

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