Abschied von der Abschiedsvorstellung?

© Gerd Altmann / pixelio.de

© Gerd Altmann / pixelio.de

Ist es vorbei mit der Abschiedsvorstellung? Hat sie sich “überlebt”? Oder ist es nun doch so weit, dass die Abschiedsvorstellung sich verabschieden wird? Verabschiedet hat? Falls ausgerechnet dieses Portal abschiedslos bleiben würde, hätte das etwas Ironisches, oder?

Der letzte Artikel stammt aus dem November, enthielt deutlich weniger Schlagwörter als die bisherigen, war ohne Bild und es gibt insgesamt kaum noch Kommentare. Wie ich allerdings  inzwischen herausgefunden habe, ist die bisher für das Blog zuständige Mitarbeiterin nicht mehr bei der Friedwald GmbH, was ja die Betreiberin des Portals ist.

Ich fände es schade, wenn es dabei bliebe, dass die Abschiedsvorstellung nur noch als theoretische Einladung bestehen bliebe, etwas davon zu erfahren, wovon und wie sich Menschen verabschieden. Und doch ist mir klar, dass so etwas passieren kann. Ich fand (und finde) die Idee dieses Portals gut. Ich bedanke mich gern an dieser Stelle für viele Reflexionsmöglichkeiten – einige davon habe ich selbst verfasst – andere haben Andere verfasst. Ich werde dem Portal weiter verbunden bleiben, so es denn weiter existieren wird. Über das RSS-Feed ist das ja leicht möglich ;) .

 

Unnützes Gepäck | Abschiedsvorstellung

In meinem schon in einem anderen Beitrag von mir erwähnten Andachtsbuch fand ich heute mal wieder einen mir für das Blog der Abschiedsvorstellung [aber durchaus auch für dieses Blog] passend erscheinenden Beitrag, der so titelt ist wie dieser Artikel. Ich zitiere mal wieder von dort:

»Das letzte Hemd hat keine Taschen«, lautet eine alte Volksweisheit. Doch inzwischen scheint sie nicht mehr umfassend zu gelten. Denn Bestatter berichten, dass Verstorbenen zunehmend Beigaben mit ins Grab gelegt werden. Nun ist so etwas nicht neu. Schon seit Urzeiten und bis ins Mittelalter war es üblich, den Toten etwas mitzugeben. Und dieser Brauch scheint wieder aufzuleben. Vielfach sind es heute Briefe, Fotos und Kinderzeichnungen. Kindern legen Angehörigen teures Elektronikspielzeug mit in den Sarg. Die Journalistin und Moderatorin Elke Heidenreich hat ihren Grimme-Preis ihrer Mutter ins Grab gelegt. Der Kölner Erzbischof Kardinal Meisner hat in seinem Testament verfügt, dass er mit seinem Taufschein beerdigt werden möchte, der ihn berechtige, in den Himmel aufgenommen zu werden. Insbesondere aus den USA wird berichtet, dass zunehmend Handys, iPods, Laptops und sonstige Elektronikgeräte mit in den Sarg gelegt werden.

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Diamant statt Urne – die verrückteste Bestattung der Welt | Abschiedsvorstellung

Diamant, www.pixelio.de

Diamant, www.pixelio.de

Heute fand ich in meinem Andachtsbuch einen Beitrag, der so titelt ist wie dieser Artikel. Ich zitiere von dort:

“So lautete der Titel eines Artikels in den Medien, der eine neue Methode der Leichenbestattung erläuterte. Da der menschliche Körper zu 20% aus Kohlenstoff besteht, wäre nach Verbrennung der Leiche die ideale Basis für einen Diamanten gegeben.

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Zurück in den Alltag? Robert Enkes Biografie | Abschiedsvorstellung.de

Cover Enke-Bio - © Piper-Verlag

Cover Enke-Bio - © Piper-Verlag

Gerade fand ich es auf der Startseite von web.de – es wird eine Biografie geben, die sich mit dem Leben von Robert Enke befasst: Wir (?) werden sehen, ob sich dieses Buch auch fast ein Jahr nach seinem Tod so verkauft, dass wir (!) hier evtl. eine Kritik dazu lesen werden.

Für mich ist das Buch ein “Maß”, um zu erfahren, ob die Welt wieder zur Tagesordnung übergegangen ist.

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Freudige Zufriedenheit ob des Todes | Abschiedsvorstellung.de

Kardiogramm, © Olga Gabai - Fotolia.com

Kardiogramm, © Olga Gabai - Fotolia.com

Neulich ist mir was Unerwartetes passiert. Ich war auf einmal ganz FROH, dass meine Mutter tot ist. Sofort anschließend habe ich mich geschämt – wie kann ich froh darüber sein, dass es ist, wie es ist? Sie hätte ganz bestimmt gern noch weiter gelebt. Und ich hätte auch gern noch Zeit mit ihr verbracht. Und doch war ich zumindest einen kurzen Moment lang zufrieden damit, dass es ist, wie es ist.

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GeDENK-Tage | Abschiedsvorstellung.de

Heute früh kam es im Radio: Vor einem Jahr starb Michael Jackson. Das ist vermutlich auch der Grund, weshalb hier auf dem Abschiedsvorstellungsportal die “alten” Artikel wieder auf der ersten Seite zu finden sind? Wie auch immer. Es gibt Radiosender, die erklären diesen Tag zum Michael-Jackson-Gedenktag und reden den ganzen Tag über ihn, spielen die von ihm gesungenen Lieder und halten die Erinnerung wach.

Ich sehe am Todestag meiner Mutter zu, gut für mich zu sorgen. Wenn es möglich ist, gehe ich auf den Friedhof. Da das jedoch keine Tagesbeschäftigung ist, schaue ich, dass ich den Tag so bewusst wie möglich verbringe. Beim Schreiben fällt mir auf, dass es inzwischen tatsächlich der Todestag ist, wo ich besonders sorgfältig schaue, gut für mich zu sorgen. Dabei gehe ich genau so an ihrem Geburtstag auf den Friedhof. Meine Mutter hat also mehrere Ge-DENK-Tage. Wobei es auch nach all der Zeit keinen Tag gibt, an dem ich nicht an sie denke. Was ist also anders an solchen Tagen?

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Die Stimme aus dem “Off” | Abschiedsvorstellung.de

Heute früh hörte ich mal wieder einen Song von Michael Jackson im Radio. Es wurde mit keiner Silbe erwähnt, dass er gestorben ist. Klar – es gibt viele andere Showgrößen, die gestorben sind und deren Lieder dennoch immer wieder erklingen – auch ohne dass erwähnt wird, ob sie leben. Nur die Stimme meiner Mutter – die erklingt nie wieder.

Ich habe nicht mal eine Aufzeichnung vom Anrufbeantworter von ihr. Natürlich bringt so eine Aufzeichnung sie mir auch nicht zurück. Aber manchmal denke ich: es kann doch gar nicht sein, dass jemand zu hören ist, der nicht mehr lebt? Lebt er also noch? Und sie? Und “alle”, die eine Stimme hatten? Nur anders?

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