Wurde ihr das Sterben zuteil oder starb sie? | Abschiedsvorstellung.de

Ich las neulich, dass Elisabeth Noelle-Neumann 93-jährig gestorben sei. Das erinnert mich daran, dass ich seinerzeit viel Mühe hatte mit den Formulierungen rund um das Gestorben sein meiner Mutter. Es hat eine Weile gedauert, bis ich formulieren konnte, dass sie tot ist.  Es schien so viel “endgültiger” (end-gültiger?) als zu sagen, dass sie gestorben sei. Sterben erlebte ich als zeitlich begrenzten Prozess und so auch das “Gestorben sein”.

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Am Ende eines Projektes | Abschiedsvorstellung.de

Ich habe zusammen mit anderen 3 Jahre lang einen Teil meiner Zeit in ein mir wichtiges Projekt gesteckt. Wir haben Fortschritte gemacht und uns an den Fortschritten gefreut. Gestritten. Weitere Fortschritte gemacht und uns dann wieder an den Fortschritten gefreut. Immer weiter Zeit und Energie in das Projekt gesteckt und natürlich den Verantwortlichen davon berichtet. Diese Verantwortlichen entschieden nun, dass das Projekt beerdigt wird.

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Abschied auf Raten? | Abschiedsvorstellung.de

Vor fast 20 Jahren trat eine Frau in mein Leben, die mir lange Zeit “beste Freundin” war. Sie zog irgendwann weg aus meiner/unserer Stadt und wir blieben einander noch eine Weile weiter verbunden. Irgendwann wurde es ihr zu nahe und sie verletzte mich mit ihrem schriftlich formulierten Ansinnen auf mehr Distanz.

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Sich auf den Himmel freuen?

Kürzlich erfuhr ich, dass unser Pfarrer gestorben sei – an der gleichen Erkrankung (Krebs), auch an einem Sonntag und sogar am selben Monatstag – allerdings 10 Jahre eher. In seinem Nachruf heißt es, dass er erst wenige Monate zuvor die Diagnose erfahren habe und dann zunächst zwischen Hoffen und Vorbereiten auf den Tod hin- und hergeschwankt sei. Und dass er dann allen, die sich von ihm verabschiedet hätten, zum Abschluss mitgeteilt habe, dass er sich auf den Himmel freut. Das beschäftigt mich genug, um mal wieder zu posten.

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Fast vergessene Interviews und ihre Folgen

Während ich den vorigen Artikel schrieb, fällt mir wieder ein, was ich schon fast vergessen hatte: Es gab zur Zeit des Sterbens meiner ein “Wochenblatt”, das berichtete von einer ehrenamtlichen Hospizmitarbeiterin. Diese Frau hat u.a. meine Mutter begleitet. In der Woche nach der Beerdigung erschien also “deutschlandweit” ein Foto (oder waren es zwei?) auf dem meine Mutter zu sehen war. Und das, obwohl meine Mutter gar keine “Berühmtheit” war.

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Patientenverfügung ja oder nein?

Ich twitterte ja neulich was davon, dass es heute nachmittag eine Fernsehsendung gäbe “So gesehen” – die sich um Patientenverfügung dreht: Hier geht es zum entsprechenden Video. Zudem fand ich neulich die Seite der Akademie für Ethik in der Medizin e. V. zum Thema “Patientenautonomie am Lebensende“.

Ich finde es interessant, dass in der Sendung lediglich vertreten wird, dass es viel angesagter sei, die Menschen zu begleiten als eine Patientenverfügung zu unterzeichnen. KLAR ist es AUCH wichtig, Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt zu begleiten. Und doch finde ich es kein “entweder oder”. Uns als “Familienrat” hätte es geholfen, wenn meine Mutter schriftlich festgehalten hätte, was ihr recht wäre in der Situation, in der sie sich befand. So mussten wir ALLES selbst entscheiden, weil meine Mutter aufgrund der starken Schmerzmedikation, die sie bekam, keine Entscheidungen mehr treffen konnte. :(

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Trauern Glaubende anders?

Ja – vermutlich tun sie das. Darüber etwas im Netz zu finden, erweist sich jedoch als nicht so ohne weiteres zu bewältigende Herausforderung, wie es aussieht. Auf den diversen (katholischen) Bistumsseiten, auf den diversen (Evangelischen+Katholischen) Portalen – unglaublich oft Fehlanzeige :( .

Kein Stichwort namens “Trauer” – weder im “Glossar”, noch im Bereich der Seelsorge. Ich finde das eine vertane Chance. Um so erfreulicher, dass mir heute 2 Seiten begegnet sind, die eine Ausnahme von der Regel darzustellen scheinen – eindeutige christliche Orientierung und zumindest im zweiten Blick auch das Thema Tod und Trauer erkennbar mit dem Glauben verbunden.

  1. Die Johanniter mit ihrem Zentrum für trauernde Kinder und Jugendliche
    Gefunden aufgrund der Erinnerung, dass da eine Trauerbegleiterin früher mal “lacrima” in ihrem Namen zu stehen hatte. Von dort aus geriet ich auf
  2. © KGI

    © KGI

    die Seiten der (katholischen) Internetseelsorge. Diese wird zum 31.12.09 aufgelöst. Statt dessen (?) wird die “Katholische Arbeitsstelle fur missionarische Pastoral” (KAMP) zum 1. Januar 2010 in Erfurt ihre Arbeit aufnehmen. Ich bin darüber traurig, weil ich befürchte, dass dann angesichts des veränderten Arbeitsschwerpunktes noch weniger (katholischer) Raum für Seelsorge im Internet sein wird. Hier fand ich (zumindest auf den zweiten Blick) denkbare Antworten auf die Fragen
    Wird jeder, der es will, kirchlich beerdigt?
    Darf ich für Tote beten?

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