Listen- und Wunschupdate

Neulich fragte mich meine Freundin, was ich mir denn noch so wünschen würde in meinem LEBEN. Diese Frage hat mich zum Einen wieder an meine hier veröffentlichte Liste erinnert. Zum Anderen hat sie mir gezeigt, dass derzeit ziemlich wenige “langfristige” (was ich auf jeden Fall noch tun will in meinem Leben) Wünsche bei mir “verfügbar” sind. Ja, ich möchte gern mal nach Israel. Das stimmt und dafür sollte ich mir sinnvollerweise mal eine Gemeinde suchen, mit der ich das realisiere. Allein ist mir das zum Einen zu schwierig zu organisieren und zum Anderen wird von solchen Aktionen wegen der tatsächlichen Gefahr für Leib und Leben wohl auch eher abgeraten. Wird also meine Liste ergänzt. So weit, so gut. Aber sonst?

Ich habe mit dem Jahreswechsel begonnen, mal etwas Neues auszuprobieren: Ich überlege mir derzeit jeden Tag (meist eher jeden Vor-Abend) einen Wunsch, den ich an diesem (nächsten) Tag gern erfüllt hätte. Es ist mir nun schon 21 Tage lang gelungen, sowohl einen Wunsch zu formulieren als auch drauf zu achten, was dann passiert. Fast jeder Wunsch ist mir erfüllt worden oder ich konnte ihn mir auch selbst erfüllen. Jeder Wunsch hatte mit etwas zu tun, was ICH MIR gewünscht habe. Spannend fand ich, dass allein der Vorsatz, einen Wunsch zu formulieren, etwas verändert hat. Ich weiß jetzt, womit ich mich beschäftigen kann, wenn ich wieder mal schlaflos bin: Welchen Wunsch habe ich für morgen? Manchmal stellte ich Abends fest, dass es nur begrenzt nutzt, mir etwas zu wünschen, ohne meinen Anteil an dieser Wunscherfüllung zu tun. Ich hoffe sehr, dass ich dieses Experiment noch weiter führen werde.

Beispiele für Wünsche, die ich bisher formuliert habe:

  • eine warme Mahlzeit
  • einen genesenden Kater
  • ein Kinobesuch
  • eine bewusste Pause mit einem Roman
  • einen Platz auf einem bestimmten Schild bekommen
  • eine bestimmte Tür
  • eine Klärung mit meiner Freundin
  • Zeit für eine Mail
  • frische Brötchen zum Frühstück

Vielleicht führt diese Übung auf “Dauer” dazu, dass ich wieder klarer formulieren kann, was ich mir (für mein Leben) wünsche. Derzeit sehe ich mich dazu außerstande.

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Gewaltfreie Kommunikation, die Zweite

Auf meiner Liste hatte ich ja unter Punkt 6 notiert, dass ich mich in gewaltfreier Kommunikation üben möchte. Derzeit bin ich am meisten angetan von der Kurzzusammenfassung, die ich bei Wikipedia als Zitat von M. Rosenberg fand:

„Wenn ich a sehe, dann fühle ich b, weil ich c brauche. Deshalb möchte ich jetzt gerne d.“

Ich habe mir daraufhin ein Dokument angelegt, in welchem ich diesen Satz oben drüber geschrieben habe und unter a-d die dazu gehörenden Begriffe (Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitte) geschrieben. Anschließend habe ich dann Platz, um meine Notizen in vollständige Sätze (um-)zu formulieren. Ich nutze dazu Situationen, die mir bisher ausweglos erschienen. Als ich das zum ersten Mal ausprobiert habe, kam ich dahinter, dass ich bereits bei der Beobachtung der Situation feststellte, etwas ändern zu können für vergleichbare Situationen, um bei b) etwas Anderes zu fühlen.

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Erlebnisse mit meiner Liste


Interessant. Seit ich diese Liste angefangen habe anzulegen, passiert tatsächlich was. Zum Einen fängt sie an, eine Art “Eigenleben” zu entwickeln – sie drängelt sich immer mal wieder in den Vordergrund :) . Zum Anderen bin ich dabei, sie zu konkretisieren. Das ist etwas, was ich von “früher” her kenne: Wenn ein Plan in “machbare” Schritte zerlegt wird, wird er (der Plan) plötzlich tatsächlich machbar.

  1. Ich habe heute eine Begleiterin für die Novemberexerzitien gefunden (Nummer 4 von der Liste) und mich für den Mailempfang angemeldet habe ich mich schon vor einigen Tagen. Der Punkt kann allerdings erst wirklich gestrichen bzw. als erledigt betrachtet werden, wenn Dezember ist. Sonst habe ich – in meiner eigenen Wahr-Nehmung – nur angefangen, aber nicht zuende gebracht. Es besteht kein Anlass, das perfekt zu Ende zu bringen. Aber noch hat es nicht wirklich angefangen.
  2. Ich habe heute nach meinem Sportkurs eine mir sympathisch erscheinende Teilnehmerin gefragt, ob wir mal zusammen einen Tee oder so etwas trinken gehen. (Nummer 11 von der Liste). Erfreulicherweise hat sie sich gefreut und mir erzählt, dass sie das gern mal mit mir täte, bisher hätte sie sich nur nicht getraut, mich danach zu fragen! :) Heute war Anderes wichtiger, aber sie klang so, als würden wir dann nächste Woche wirklich mal einen Tee oder eine Cola oder was auch immer zusammen trinken gehen. Oder sonst eben übernächste Woche.

Ich finde es beeindruckend, dass das einfache (??) Anlegen der Liste dazu führt, dass tatsächlich etwas passiert, um den Inhalt der Liste mit Streichungen zu füllen. Ich finde es interessant, diese Formatierung mal selber zu verwenden, die ich schon hin und wieder bei Anderen sah (zuletzt bei Claudia auf deren Liste).

Ach ja – gestern fand ich übrigens “zufällig” ein weiteres Werk von Jill Smolinski – der Autorin von der Wunschliste gefunden: Herzbeben. Mir gefällt´s.

[Edit: Es scheint immer noch Probleme zu geben, Bilder einzubinden - ich habe das ursprünglich für den vorigen Artikel "geplante" Bild dieses Mal nur händisch via HTML hineintricksen können. Ob das am von mir bevorzugten Firefox-Browser liegt?]

Ich will auch so eine Liste!

Ich schrieb hier auf dem Blog ja schon mal an der einen oder anderen Stelle von “der” Liste. Neulich begegnete mir nun eine solche Liste in einem Blog, die sich offenbar aus ähnlichen Quellen speist. Dieses Mal hat es mich jedoch nicht mehr losgelassen. Deshalb gibt es auch auf meinem Blog ab dem heutigen Abend eine separate “Listen-Seite“. Ich bin gespannt, wie sie sich entwickeln wird. Vermutlich werde ich an der einen oder anderen Stelle auch im Blog davon berichten, wie es mir mit der Liste oder/und mit der Realisierung der “Dinge” geht, die darauf landen. Ob ich das wirklich für ein ganzes Jahr machen will, weiß ich auch noch nicht. Für den “Rest meines Lebens” erscheint mir zu lang und für nur einen Monat erscheint mir zu kurz. Bereits beim darüber nachdenken, was da denn nun wie konkret drauf soll, bin ich mir noch unsicher. Schließlich macht es kaum Sinn, da so Dinge drauf zu vermerken, die da lauten – “jede Woche” oder “jeden Monat” – das muss noch irgendwie anders werden. Wenn ich jedoch nie anfange, dann wird das auch sicher nie anfangen ;) . Also fange ich jetzt mal an. Vielleicht hilft mir ja jemand? :)

PS: Ich wollte hier ein Bild mit veröffentlichen, aber derzeit hat WordPress offenbar ein Problem damit. Dieses Mal also kein Bild aus technischen Gründen.

Geld- statt Blumenspende an Robert-Enke-Stiftung

Neulich erfuhr ich, dass da jemand (mir bekanntes) “plötzlich und unerwartet” gestorben sei. Die Person war noch nicht “alt genug zum Sterben” (wäre das überhaupt möglich?). Ich hatte keine persönliche Traueranzeige bekommen gehabt – so nahe standen wir uns offenbar nicht.

Im Nachgang bei der “öffentlichen” Traueranzeige in der Zeitung wurde um “Spenden statt Blumen” an die Robert-Enke-Stiftung gebeten. Es hat mich beschäftigt, wie schnell ich mich fragte, ob dieser Mensch wahlweise an Depressionen litt oder (vielleicht sogar und) sich suizidiert hat. Habe ich deshalb keine Traueranzeige bekommen?

Möglicherweise lag es auch einfach daran, dass dieser Mensch immer dem (Fußball-)Sport verbunden war? Wie auch immer – es ist mir mal wieder ein Update auf diesem Blog wert. Wann anders vielleicht mehr – falls ich da mehr zu erfahre.

Da brennt kein Licht mehr – oder doch?

Vergangenes Wochenende war plötzlich ziemliche Unruhe auf unserem Hinterhof. Es stellte sich heraus, dass die Polizei mit Unterstützung der Feuerwehr versuchte, in eine Wohnung zu kommen, die im 1. Stock liegt. Es kamen dann noch Sanitäter dazu, die dann für noch mehr Unruhe sorgten, da darüber geredet wurde, was sie schon alle jeweils im Fernsehen gesehen hätten, wie in eine Wohnung zu kommen wäre, wo es ein angekipptes Fenster gibt, aber niemanden, die bzw. der die Tür öffnet.

Nachdem ihnen das Unterfangen gelang, waren sie nach ca. 5-10 Minuten wieder aus der Wohnung. Woraus ich schloss, dass die dort aufgefundene Person wohl tot ist. Ich weiß nicht mal, ob es eine Frau oder ein Mann war. Was würde es mir auch helfen? Dennoch hat es mich beschäftigt. Als ich Abends erneut in den Hof schaute, war die Wohnung dunkel. Traurig dachte ich, dass da “nie wieder” Licht brennt. Was nicht wahr ist. Die Wohnung wird irgendwann leer sein und neu vermietet werden. Dann wird da auch wieder Licht brennen. Und die Person, die da starb – die braucht kein Licht mehr.

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Weise Worte eines Eisherstellers

Wer einmal den Löffel abgibt, bekommt ihn nicht mehr wieder

Wer einmal den Löffel abgibt ... Das Leben ist nicht immer fair

Neulich war ich unterwegs zu einer Verabschiedung von jemandem, der gestorben ist. Auf dem Weg dorthin begegnete mir dieses Plakat. Mir blieb das Lächeln im Halse stecken – es ist ja wahr: wer einmal stirbt, wird nicht mehr leben. Außer – es ist wahr, dass es ein Leben im Himmel gibt. Da brauchen wir dann allerdings auch keinen Löffel mehr.

Es stimmt auch, dass das Leben nicht immer fair ist. Wieso sterben Menschen? Oder werden krank? Oder gemein? Ich bin keine Hellseherin. Ich weiß auf solche Fragen keine und schon gar keine allgemein gültige Antwort. Wenn niemand sterben würde, hätten wir irgendwann keinen Platz mehr auf der Erde für Alle. Und der Tod gehört nun mal zum Leben. Und mache finden das Leben so furchtbar, dass sie sich dafür entscheiden, den “Löffel” freiwillig (??) abzugeben. Das Leben ist nicht immer fair. Auch wenn ich das noch so gern anders hätte. Und wenn Menschen den Löffel abgeben (müssen), dann bekommen sie ihn üblicherweise nicht zurück. Muss das so sein?

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