Ich wollte keinen Kirchentag, der ausschließlich das Sterben (oder die Auferstehung) als Thema bekommen sollte. Und doch ist auch Tod (und Auferstehung) natürlich (?) Teil von Kirche und somit auch Teil des Kirchentags. Und entgegen meinen sonstigen Erfahrungen im Raum der Kirche, die dieses Thema erstaunlich oft “totschweigt”, gab es sowohl einiges an Literatur als auch einiges an Veranstaltungen.
So war ich durchaus motiviert, zu der einen oder anderen Veranstaltung des Kirchentags zu wollen, die sich mit solchen Themen wie Sterben, Sterbebegleitung oder auch Tod beschäftigt. Angesichts der unglaublichen Fülle von Veranstaltungen und der Vielfalt der Möglichkeiten sowie der nur begrenzt zur Verfügung stehenden Zeit blieb mir – wie allen – nur die Möglichkeit, eine sehr begrenzte Auswahl vorzunehmen.
Manchmal fällt es offenbar leichter, eine indirekte Annäherung an solche Themen zu wagen. So eine war die “musikalische Lesung” von Teilen der Biografie, in welcher Maarten´t Haart den Tod seines Vaters, aber auch Erinnerungen an das Leben mit ihm Revue passieren lässt. Ja – es ist ein Sohn, der hier schreibt – und nicht von seiner Mutter (oder nur am Rande), sondern vom Tod seines Vaters. Und doch ist es wohl so, dass mich das Dabei sein auch deswegen so angerührt hat, weil sie (die Lesung) vieles anrührte, was sich sehr ähnlich abspielte, als ich meine Mutter “begleitete”. Dass es immer wieder auch sehr komisch war, half beim Hinhören und Hinspüren allemal.