Geld- statt Blumenspende an Robert-Enke-Stiftung

Neulich erfuhr ich, dass da jemand (mir bekanntes) “plötzlich und unerwartet” gestorben sei. Die Person war noch nicht “alt genug zum Sterben” (wäre das überhaupt möglich?). Ich hatte keine persönliche Traueranzeige bekommen gehabt – so nahe standen wir uns offenbar nicht.

Im Nachgang bei der “öffentlichen” Traueranzeige in der Zeitung wurde um “Spenden statt Blumen” an die Robert-Enke-Stiftung gebeten. Es hat mich beschäftigt, wie schnell ich mich fragte, ob dieser Mensch wahlweise an Depressionen litt oder (vielleicht sogar und) sich suizidiert hat. Habe ich deshalb keine Traueranzeige bekommen?

Möglicherweise lag es auch einfach daran, dass dieser Mensch immer dem (Fußball-)Sport verbunden war? Wie auch immer – es ist mir mal wieder ein Update auf diesem Blog wert. Wann anders vielleicht mehr – falls ich da mehr zu erfahre.

Wie ein Brief aus dem Jenseits

Neulich bekam ich die Unterlagen in die Finger, die meine hier schon häufiger erwähnte Heilpraktikerin über mich im Laufe der Jahre erstellt hat. Das meiste davon war unlesbar für mich, was mir schon vorher klar war. Es gab jedoch einen maschinengeschriebenen Bericht über mich, den sie vermutlich mal verwendet hat, um in einer Schulung über mich als “Fall” zu berichten.

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Worte und ihre Wirkung

Als mir eine Freundin schrieb, dass die Info sicher ein Schock für mich war, stellte ich fest, dass sie recht hat. “unfreiwillig ums Leben gekommen” verharmlost das Geschehene irgendwie. Und doch ist natürlich auch das erlaubt – so wie meine Überlegungen, wie lange es dauerte, bis ich von meiner Mutter nicht mehr als “gestorben” redete, sondern als “tot“.

Einem Gewaltverbrechen zum Opfer fallen ist wohl ähnlich (und doch auch anders) wie im Krieg sterben oder sonst-wie gewaltsam zu Tode kommen. Ermordet werden. Getötet werden. Das ist nicht “nur” sterben oder gestorben sein. Das ist furchtbarer. Irgendwie.

Natürlich entscheiden die wenigsten Menschen, wann sie sterben. Wie sie sterben. Die Entscheidung, DASS wir sterben – die brauchen wir ohnehin nicht zu fällen. Da kommt niemand drumherum. Dennoch scheint es einen Unterschied zu machen, ob eine Krankheit oder ein anderer Mensch die “Verantwortung” für dem Umstand als Solchen bekommt. Zumindest für die, die sich mit den “Folgen” davon auseinanderzusetzen haben.

Unfassbar

Clipart: GrabsteinVor kurzem kam ich heim und fand einen Umschlag mit einem schwarzen Band an der linken Seite. Meine mich seit geschätzten 15 Jahren unterstützende Heilpraktikerin ist unfreiwillig ums Leben gekommen. Tot. Es war dieses Mal kein Abschied für einige Monate, der mir sonst immer schon schwer genug fiel, als wir uns das letzte Mal verabschiedeten. Es war ein Abschied für immer.

Noch finde ich es so, wie dieser Artikel titelt. Ich bin sprach-, aber nicht wortlos. Ich teile es, um es zu be-greifen. Und doch ist es mir unbegreiflich. Ich bin ihr in so vielen Sitzungen begegnet. Habe mit ihr so viel Heilung erlebt, die keine Krankenkasse je gesehen hat. Und nun ist es vorbei. Ich habe keine Vorstellung, wie es weiter gehen/werden kann. Ich bin dankbar, ihr begegnet zu sein und so viel vom mir und meinem Leben mit ihr geteilt zu haben. Alles weitere wird sich weisen. Wann auch immer.

All die ungesagten Worte – Buchgedanken

Es gibt etwas Neues von Marc Levy: All die ungesagten Worte. OK – es ist nicht GANZ neu – aber als Taschenbuch trägt es das Erscheinungsdatum Januar 2011 ;) . Wie so oft, habe ich auch dieses Buch ratzfatz ausgelesen. Hier, aber auch hier findet sich die Inhaltsangabe samt Kritik des  entsprechenden Hörbuchs, was so klingt, als wäre es durchaus auch zu empfehlen. Ich finde es durchaus ebenfalls empfehlenswert.

Mich hat es dazu gebracht, mal wieder einen aktuellen Artikel auf meinem Blog zu verfassen. Ja – mag sein, dass die zugrunde liegende Geschichte arg seicht scheint – die Idee als solche finde ich aber schon auch zum Nach-Denken. Was würde ich, was hätte ich angefangen mit geschenkter Zeit, in der meine Mutter wirklich “ansprechbar” gewesen wäre? Welche Worte hätte ich gesagt? Welche hätte ich hören wollen? Welche Fragen blieben offen?

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Diamant statt Urne – die verrückteste Bestattung der Welt | Abschiedsvorstellung

Diamant, www.pixelio.de

Diamant, www.pixelio.de

Heute fand ich in meinem Andachtsbuch einen Beitrag, der so titelt ist wie dieser Artikel. Ich zitiere von dort:

“So lautete der Titel eines Artikels in den Medien, der eine neue Methode der Leichenbestattung erläuterte. Da der menschliche Körper zu 20% aus Kohlenstoff besteht, wäre nach Verbrennung der Leiche die ideale Basis für einen Diamanten gegeben.

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Rotz und Wasser

Neulich war ich zu einer Beerdigung “eingeladen”. Genauer: ich bekam eine Todesanzeige zugeschickt anläßlich des Todes einer Frau, der ich schon ein paar Mal begegnet war in meinem Leben. Sie war mir sympathisch und ich wusste auch vor dieser Post schon, dass sie an Krebs erkrankt war. Was ich mir zutraute, war in den angekündigten Gottesdienst zu ihrer Verabschiedung zu gehen. Was ich nach wie vor schwer finde, ist der Gang auf den Friedhof zu einer “aktuellen” Beerdigung. Da es bei der Beerdigung meiner Mutter auch so war, dass der Personenkreis auf dem Friedhof ein anderer war als der vorher in der Kirche, beschloss ich, es so zu machen.

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