Auch in diesem Jahr wieder: Leben und Tod in Bremen

Logo der Messe "Leben und Tod"Auch in diesem Jahr gibt es wieder den Fachkongress “Leben und Tod” für haupt- und ehrenamtliche HospizlerInnen und Pflegekräfte, dazu offene Vorträge für PrivatbesucherInnen sowie eine begleitende Ausstellung. Geboten werden u.a. Vorträge zu Palliative Care, Trauer, Ethik, Spiritualität und Hospizarbeit.

Diverse Aussteller/innen werden sich und vor allem ihre Produkte und Dienstleistungen rund um die Themen Leben, Sterben, Tod und Trauer vorstellen. Es gibt ein Forum sowie einen interdisziplinären Treffpunkt.

Zeitraum: 10.05.2012 – 11.05.2012
Ort: Messe Bremen, Halle 4, Findorffstraße 101, 28215 Bremen

Weitere Infos zu Preisen, Vorträgen und sonstigen wichtigen Informationen unter www.leben-und-tod.de <http://www.leben-und-tod.de/> oder +49 (0) 421 3505 488.

Ist sie immer noch sauer?

Gestern redete ich mit einer Freundin. Deren Mutter ist ebenfalls vor einer Weile gestorben. Wir redeten unter anderem darüber, ob sie ihrer Tochter davon erzählen würde, wenn sie selbst schwerkrank wäre (und davon wüsste). Sie war sich unsicher, vermutete aber, dass sie es irgendwann doch täte. Ich kommentierte dazu, dass ich immer noch dankbar bin, meine Mutter in den letzten Wochen begleitet zu haben. Es war klar, dass sie stirbt. Sie verbrachte die Zeit im Hospiz, weil es daheim nicht mehr möglich war.

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Neue Veranstaltung zum Thema “Leben und Tod”

Sich mit dem Tod auseinandersetzen, sich vorbereiten auf das Unausweichliche kann die Lebensqualität erhöhen. Die Möglichkeit, sich mit den vielen Facetten dieses Themas zu beschäftigen, bietet jetzt eine neue Veranstaltung in der Messe Bremen am 6. bis 7. Mai 2010. Sie beschäftigt sich mit den Themen: Vorsorge, Pflege, Begleitung, dem Abschiednehmen, der Trauer sowie dem Sterben in Würde.

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Sich auf den Himmel freuen?

Kürzlich erfuhr ich, dass unser Pfarrer gestorben sei – an der gleichen Erkrankung (Krebs), auch an einem Sonntag und sogar am selben Monatstag – allerdings 10 Jahre eher. In seinem Nachruf heißt es, dass er erst wenige Monate zuvor die Diagnose erfahren habe und dann zunächst zwischen Hoffen und Vorbereiten auf den Tod hin- und hergeschwankt sei. Und dass er dann allen, die sich von ihm verabschiedet hätten, zum Abschluss mitgeteilt habe, dass er sich auf den Himmel freut. Das beschäftigt mich genug, um mal wieder zu posten.

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Fast vergessene Interviews und ihre Folgen

Während ich den vorigen Artikel schrieb, fällt mir wieder ein, was ich schon fast vergessen hatte: Es gab zur Zeit des Sterbens meiner ein “Wochenblatt”, das berichtete von einer ehrenamtlichen Hospizmitarbeiterin. Diese Frau hat u.a. meine Mutter begleitet. In der Woche nach der Beerdigung erschien also “deutschlandweit” ein Foto (oder waren es zwei?) auf dem meine Mutter zu sehen war. Und das, obwohl meine Mutter gar keine “Berühmtheit” war.

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Schon fast vergessen – Demenz aufgrund Medikation

Als ich heute in der Physiotherapiepraxis eine Zeitschrift sah, wo auch die Auswirkungen von Demenz ähnlich gut wie in Wikipedia erklärt wurden, fiel mir “schlagartig” wieder ein, dass wir uns in den letzten Wochen mit unserer Mutter damit zu befassen hatten, dass sie immer weniger wusste, wo sie war. Uns zum Teil auch nicht mehr oder nicht durchgängig erkannt hat. Sie wurde “immer weniger” – sowohl physisch als auch psychisch :( . Wir wussten immer wieder nicht, was sie überhaput noch mitbekommt. Selbst wenn sie die Augen offen hatte, war das noch längst kein Zeichen für “echte” Ansprechbarkeit.

Ja – sie hat angesichts ihres Zustandes von Unheilbarkeit starke Medikamente bekommen (vor allem künstliches Morphium) und das wirkte sich “natürlich” auch aus auf ihren Geisteszustand. Wir standen öfter vor der “Wahl zwischen Pest und Cholera” – wollten wir zulassen, dass sie Schmerz signalisiert oder doch “lieber” die “bekannten” Folgen von Schmerzlinderung hinnehmen?

Wir haben uns immer wieder gewünscht, wir könnten auf solche Entscheidungen verzichten. Und doch waren sie not-wendig – im wahrsten Wort-Sinn. Es gab so wenig, was wir “tun” konnten. Auch wenn es SICHER gut war, da und dabei zu sein. Sie zu begleiten auf diesem ihrem letzten Weg. Während der Totenwache hat sich ihr Gesichtsausdruck zu einem uns erfreulich erscheinenden Lächeln verändert. Und in den letzten wenigen Minuten war sie eindeutig “da” – auch wenn sie nur noch die Augenlider bewgen konnte gemäß dem, was wir in den Tagen vorher mit ihr “geübt” haben – 2x kurz hintereinander die Augen schließen = “Nein”, dreimal = “Ja” – oder war es doch umgekehrt? Es erstaunt mich, was so alles “wieder kommt” während des Schreibens …

Immer Wieder: Traurig

Wie es aussieht, bin ich inzwischen in der “Schleife” angekommen – vor zwei Jahren um diese Jahreszeit war meine Mutter schon nicht mehr auf der Palliativstation. Sie wollte unbedingt wieder heim. Ich kann das – auch im Nachhinein – gut verstehen. Dass wir uns dann via “Familienrat” dennoch für ihren allerletzten Lebensabschnitt für ein Hospiz entschieden haben, lag an unterschiedlichen Gründen. Auch um diese Entscheidung bin ich im Nachhinein SEHR dankbar. Einfacher hätten wir es gefunden, wenn es eine Patient(inn)enverfügung gegeben hätte. Gab es aber leider nicht. Ebenso wenig wie ein Testament.

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