Auch in diesem Jahr wieder: Leben und Tod in Bremen

Logo der Messe "Leben und Tod"Auch in diesem Jahr gibt es wieder den Fachkongress “Leben und Tod” für haupt- und ehrenamtliche HospizlerInnen und Pflegekräfte, dazu offene Vorträge für PrivatbesucherInnen sowie eine begleitende Ausstellung. Geboten werden u.a. Vorträge zu Palliative Care, Trauer, Ethik, Spiritualität und Hospizarbeit.

Diverse Aussteller/innen werden sich und vor allem ihre Produkte und Dienstleistungen rund um die Themen Leben, Sterben, Tod und Trauer vorstellen. Es gibt ein Forum sowie einen interdisziplinären Treffpunkt.

Zeitraum: 10.05.2012 – 11.05.2012
Ort: Messe Bremen, Halle 4, Findorffstraße 101, 28215 Bremen

Weitere Infos zu Preisen, Vorträgen und sonstigen wichtigen Informationen unter www.leben-und-tod.de <http://www.leben-und-tod.de/> oder +49 (0) 421 3505 488.

Erlebnisse mit meiner Liste


Interessant. Seit ich diese Liste angefangen habe anzulegen, passiert tatsächlich was. Zum Einen fängt sie an, eine Art “Eigenleben” zu entwickeln – sie drängelt sich immer mal wieder in den Vordergrund :) . Zum Anderen bin ich dabei, sie zu konkretisieren. Das ist etwas, was ich von “früher” her kenne: Wenn ein Plan in “machbare” Schritte zerlegt wird, wird er (der Plan) plötzlich tatsächlich machbar.

  1. Ich habe heute eine Begleiterin für die Novemberexerzitien gefunden (Nummer 4 von der Liste) und mich für den Mailempfang angemeldet habe ich mich schon vor einigen Tagen. Der Punkt kann allerdings erst wirklich gestrichen bzw. als erledigt betrachtet werden, wenn Dezember ist. Sonst habe ich – in meiner eigenen Wahr-Nehmung – nur angefangen, aber nicht zuende gebracht. Es besteht kein Anlass, das perfekt zu Ende zu bringen. Aber noch hat es nicht wirklich angefangen.
  2. Ich habe heute nach meinem Sportkurs eine mir sympathisch erscheinende Teilnehmerin gefragt, ob wir mal zusammen einen Tee oder so etwas trinken gehen. (Nummer 11 von der Liste). Erfreulicherweise hat sie sich gefreut und mir erzählt, dass sie das gern mal mit mir täte, bisher hätte sie sich nur nicht getraut, mich danach zu fragen! :) Heute war Anderes wichtiger, aber sie klang so, als würden wir dann nächste Woche wirklich mal einen Tee oder eine Cola oder was auch immer zusammen trinken gehen. Oder sonst eben übernächste Woche.

Ich finde es beeindruckend, dass das einfache (??) Anlegen der Liste dazu führt, dass tatsächlich etwas passiert, um den Inhalt der Liste mit Streichungen zu füllen. Ich finde es interessant, diese Formatierung mal selber zu verwenden, die ich schon hin und wieder bei Anderen sah (zuletzt bei Claudia auf deren Liste).

Ach ja – gestern fand ich übrigens “zufällig” ein weiteres Werk von Jill Smolinski – der Autorin von der Wunschliste gefunden: Herzbeben. Mir gefällt´s.

[Edit: Es scheint immer noch Probleme zu geben, Bilder einzubinden - ich habe das ursprünglich für den vorigen Artikel "geplante" Bild dieses Mal nur händisch via HTML hineintricksen können. Ob das am von mir bevorzugten Firefox-Browser liegt?]

Leichenwagen vor dem Haus

Schon seltsam – da bedauere ich es doch tatsächlich, nicht mit einem Fotoapparat aus dem Haus gegangen zu sein. Nicht wegen der “Schaulustigkeit”, sondern wegen des eher seltenen Motivs, was ich gut hätte für diesen Artikel brauchen können. Vor unserem Haus stand heute früh ein dezent hellbrauner Leichenwagen. Ordnungsgemäß eingeparkt in eine ausreichend große Parklücke, aber den verhangenen Fenstern (und dem Navi im Fahrer/innen-Raum) nach zu urteilen ein Leichenwagen.

Auf der Suche im Netz nach einem “passenden” Bild fand ich irgendwie nur schwarze Wagen oder “Absurdes”, daher kommt dieser Artikel nun ohne Bild daher. Der Anblick des Wagens beschäftigte mich genug, um einen neuen Artikel zu rechtfertigen (Brauche ich neuerdings eine Rechtfertigung dafür? Scheint so). Den Rest des Beitrags lesen »

Abgrenzung, um Abstand zu bekommen

Sie fehlt mir immer noch – meine Heilpraktikerin. Ich denke bei jedem auftretenden Symptom sofort daran, was sie mir wohl empfohlen hätte. Ich bin traurig, dass ich sie nicht mehr fragen kann. Ihr nichts mehr erzählen kann. OK – ich könnte ihr natürlich trotz meines Wissens um ihren Tod etwas erzählen von dem, was ich an Symptomen bemerke. Da sie jedoch meist mit eher ungewöhnlichen Empfehlungen kam, hilft mir das nur begrenzt. Ich bewunderte schon zu ihren Lebzeiten ihre Kompetenz, die ganz offen-sichtlich das überschritt, was ich aus entsprechenden Büchern bekam.

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Andere Verbindungen

Inzwischen war ich auf “Einladung” in der dortigen Praxis und habe mir ein “Bild” davon gemacht, dass meine Heilpraktikerin offenbar wirklich tot ist. Nicht, dass es einen wirklichen Grund gegeben hätte, daran zu zweifeln – niemand wird so eine Traueranzeige als Joke versenden. Dennoch hat es für mich einen Unterschied gemacht, die schwarzen Bänder rund um ihr Firmenschild zu sehen und an der Eingangsstufe die Blumen und Kerzen.

Wobei die, die das Angebot gemacht haben, sichtbar überfordert davon wirkten, dass sie nicht nur einen Raum/Ort (nämlich die ehemaligen Behandlungsräume) zum Abschied nehmen können anbieten. Es gab die Möglichkeit, einen Tee zu bekommen und sich in dem Raum bzw.  an einem extra gestalteten Bereich mit Foto und Blumen und schwarzem Tuch und einem Kondolenzbuch aufzuhalten.

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Ironie des Weiter-Lebens

Ja – zum Leben gehört auch Schmerz. Und Trauer. Und körperliche Reaktionen auf Verlust können auch dazu gehören. Ich finde es verblüffend, was da gerade bei mir zum Vorschein kommt. Die Heilpraktikerin suchte ich vor geschätzten 15 Jahren auf, weil ich mir mit meiner Sehnenscheidenentzündung keinen Rat mehr wusste – die ganzen schulmedizinischen Vorschläge waren fehlgeschlagen und auch Akupunktur stellte sich als “nicht mein Weg” heraus.

Seit Sonntag – im “Noch-Nicht-Wissen” :/ trage ich erstmals seit Monaten wieder die Handgelenkstütze, weil mir der “alte” Schmerz wieder zu schaffen macht und ich weiß schon, dass es normalerweise hilft, diese (schwarze) Stütze zu tragen. Zudem hatte ich oft mit meiner Heilpraktikerin das Thema “schlechter Schlaf” bzw. schlechtes wieder einschlafen sowie die aus der Behandlung “resultierenden” Unterleibsbeschwerden. Ich schlafe seit Tagen wieder deutlich schlechter. Und konnte dann heute Nacht während des Wachliegens und immer wieder Wachwerdens darüber reichlich schief lächeln – ich liege wach und halte das aus. Immerhin lebe ich. Und es wird – aller Voraussicht nach – eine Lösung für diese mit dem Schmerz einhergehenden Symptome geben. Wie lange das auch immer dauern wird.

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Unfassbar

Clipart: GrabsteinVor kurzem kam ich heim und fand einen Umschlag mit einem schwarzen Band an der linken Seite. Meine mich seit geschätzten 15 Jahren unterstützende Heilpraktikerin ist unfreiwillig ums Leben gekommen. Tot. Es war dieses Mal kein Abschied für einige Monate, der mir sonst immer schon schwer genug fiel, als wir uns das letzte Mal verabschiedeten. Es war ein Abschied für immer.

Noch finde ich es so, wie dieser Artikel titelt. Ich bin sprach-, aber nicht wortlos. Ich teile es, um es zu be-greifen. Und doch ist es mir unbegreiflich. Ich bin ihr in so vielen Sitzungen begegnet. Habe mit ihr so viel Heilung erlebt, die keine Krankenkasse je gesehen hat. Und nun ist es vorbei. Ich habe keine Vorstellung, wie es weiter gehen/werden kann. Ich bin dankbar, ihr begegnet zu sein und so viel vom mir und meinem Leben mit ihr geteilt zu haben. Alles weitere wird sich weisen. Wann auch immer.

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