Ich will auch so eine Liste!

Ich schrieb hier auf dem Blog ja schon mal an der einen oder anderen Stelle von “der” Liste. Neulich begegnete mir nun eine solche Liste in einem Blog, die sich offenbar aus ähnlichen Quellen speist. Dieses Mal hat es mich jedoch nicht mehr losgelassen. Deshalb gibt es auch auf meinem Blog ab dem heutigen Abend eine separate “Listen-Seite“. Ich bin gespannt, wie sie sich entwickeln wird. Vermutlich werde ich an der einen oder anderen Stelle auch im Blog davon berichten, wie es mir mit der Liste oder/und mit der Realisierung der “Dinge” geht, die darauf landen. Ob ich das wirklich für ein ganzes Jahr machen will, weiß ich auch noch nicht. Für den “Rest meines Lebens” erscheint mir zu lang und für nur einen Monat erscheint mir zu kurz. Bereits beim darüber nachdenken, was da denn nun wie konkret drauf soll, bin ich mir noch unsicher. Schließlich macht es kaum Sinn, da so Dinge drauf zu vermerken, die da lauten – “jede Woche” oder “jeden Monat” – das muss noch irgendwie anders werden. Wenn ich jedoch nie anfange, dann wird das auch sicher nie anfangen ;) . Also fange ich jetzt mal an. Vielleicht hilft mir ja jemand? :)

PS: Ich wollte hier ein Bild mit veröffentlichen, aber derzeit hat WordPress offenbar ein Problem damit. Dieses Mal also kein Bild aus technischen Gründen.

Weise Worte eines Eisherstellers

Wer einmal den Löffel abgibt, bekommt ihn nicht mehr wieder

Wer einmal den Löffel abgibt ... Das Leben ist nicht immer fair

Neulich war ich unterwegs zu einer Verabschiedung von jemandem, der gestorben ist. Auf dem Weg dorthin begegnete mir dieses Plakat. Mir blieb das Lächeln im Halse stecken – es ist ja wahr: wer einmal stirbt, wird nicht mehr leben. Außer – es ist wahr, dass es ein Leben im Himmel gibt. Da brauchen wir dann allerdings auch keinen Löffel mehr.

Es stimmt auch, dass das Leben nicht immer fair ist. Wieso sterben Menschen? Oder werden krank? Oder gemein? Ich bin keine Hellseherin. Ich weiß auf solche Fragen keine und schon gar keine allgemein gültige Antwort. Wenn niemand sterben würde, hätten wir irgendwann keinen Platz mehr auf der Erde für Alle. Und der Tod gehört nun mal zum Leben. Und mache finden das Leben so furchtbar, dass sie sich dafür entscheiden, den “Löffel” freiwillig (??) abzugeben. Das Leben ist nicht immer fair. Auch wenn ich das noch so gern anders hätte. Und wenn Menschen den Löffel abgeben (müssen), dann bekommen sie ihn üblicherweise nicht zurück. Muss das so sein?

Löffel in DER Liste?

Nachdem ich schon vor einiger Zeit “Das Beste kommt zum Schluss” (mit u.a.Jack Nicholson, Morgan Freeman, und Sean Patrick Hayes) sah, ist mir im Buchladen dann die Wunschliste von Jill Smolinski begegnet. Beide befassen sich mit DER Frage, die auch mich immer mal wieder beschäftigt, seit meine Mutter zu krank wurde, um sich einen von DEN Wünschen noch zu erfüllen, die sie sich noch erfüllen wollte, bevor sie sterben würde.

Im englischen Original heißt der Film “Die Löffelliste” – in einer Szene wird erklärt, dass das daher kommt, dass auf dieser Liste stehen soll, was zu den je eigenen Lebenswünschen zählt, bevor der je eigene … Löffel abzugeben ist. Bei meiner Mutter war das ein bestimmtes Reiseziel. Sie wusste schon lange, dass sie gern dort nochmal hin wollte, wo sie in ihrer Jugend schon mal war. Wie es aussah, war “gern” zu schwach, um sie dort hinzubringen.

Ich las ihr zu so was wie ihrem (und meinem) Trost in den letzten Wochen aus einem Buch vor, was von Wundern handelte. Wir wussten beide, dass kein Anlass mehr bestand, auf so ein Wunder zu hoffen. Sie wurde immer weniger. Und starb. Ich habe viele Stunden an ihrem Bett oder neben ihr sitzend verbracht, bis das geschah. Und die Zeit zwischen der Beerdigung und dem “Begreifen” vom tatsächlichen Ende ihrer physischen Präsenz hat auch noch mal Zeit gebraucht. Immer mal wieder begegnet mir die Frage, was denn wohl ICH unbedingt noch wollen würde, wenn ich die Wahl hätte. NOCH habe ich die Wahl, bin gesund und beweglich genug, um noch das eine oder andere Ziel zu erreichen oder zumindest anzusteuern.

Einen dieser Wünsche habe ich mir seither erfüllt – ich habe ein Auto geleast, von dem ich seit geschätzten 10 Jahren geträumt habe. Damit fahre ich nun seit einem halben Jahr herum und denke auch DARIN immer mal wieder – ja – DIESEN Wunsch kann ich von MEINER Liste streichen. Ich will sehen, ob sich im Laufe der Zeit noch weitere Wünsche klären/formulieren lassen. Ich ermutige zu solch einer eigenen Liste – jede und jeden, die/der dies liest. Solch eine Liste kann dabei helfen, die eigenen Ziele zu klären. Was ist wirklich wichtig? Und was ist mir das Erreichen des entsprechenden Ziels wert?

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