Worte und ihre Wirkung

Als mir eine Freundin schrieb, dass die Info sicher ein Schock für mich war, stellte ich fest, dass sie recht hat. “unfreiwillig ums Leben gekommen” verharmlost das Geschehene irgendwie. Und doch ist natürlich auch das erlaubt – so wie meine Überlegungen, wie lange es dauerte, bis ich von meiner Mutter nicht mehr als “gestorben” redete, sondern als “tot“.

Einem Gewaltverbrechen zum Opfer fallen ist wohl ähnlich (und doch auch anders) wie im Krieg sterben oder sonst-wie gewaltsam zu Tode kommen. Ermordet werden. Getötet werden. Das ist nicht “nur” sterben oder gestorben sein. Das ist furchtbarer. Irgendwie.

Natürlich entscheiden die wenigsten Menschen, wann sie sterben. Wie sie sterben. Die Entscheidung, DASS wir sterben – die brauchen wir ohnehin nicht zu fällen. Da kommt niemand drumherum. Dennoch scheint es einen Unterschied zu machen, ob eine Krankheit oder ein anderer Mensch die “Verantwortung” für dem Umstand als Solchen bekommt. Zumindest für die, die sich mit den “Folgen” davon auseinanderzusetzen haben.

Ist sie immer noch sauer?

Gestern redete ich mit einer Freundin. Deren Mutter ist ebenfalls vor einer Weile gestorben. Wir redeten unter anderem darüber, ob sie ihrer Tochter davon erzählen würde, wenn sie selbst schwerkrank wäre (und davon wüsste). Sie war sich unsicher, vermutete aber, dass sie es irgendwann doch täte. Ich kommentierte dazu, dass ich immer noch dankbar bin, meine Mutter in den letzten Wochen begleitet zu haben. Es war klar, dass sie stirbt. Sie verbrachte die Zeit im Hospiz, weil es daheim nicht mehr möglich war.

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Neue Veranstaltung zum Thema “Leben und Tod”

Sich mit dem Tod auseinandersetzen, sich vorbereiten auf das Unausweichliche kann die Lebensqualität erhöhen. Die Möglichkeit, sich mit den vielen Facetten dieses Themas zu beschäftigen, bietet jetzt eine neue Veranstaltung in der Messe Bremen am 6. bis 7. Mai 2010. Sie beschäftigt sich mit den Themen: Vorsorge, Pflege, Begleitung, dem Abschiednehmen, der Trauer sowie dem Sterben in Würde.

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Wurde ihr das Sterben zuteil oder starb sie? | Abschiedsvorstellung.de

Ich las neulich, dass Elisabeth Noelle-Neumann 93-jährig gestorben sei. Das erinnert mich daran, dass ich seinerzeit viel Mühe hatte mit den Formulierungen rund um das Gestorben sein meiner Mutter. Es hat eine Weile gedauert, bis ich formulieren konnte, dass sie tot ist.  Es schien so viel “endgültiger” (end-gültiger?) als zu sagen, dass sie gestorben sei. Sterben erlebte ich als zeitlich begrenzten Prozess und so auch das “Gestorben sein”.

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Abschied auf Raten? | Abschiedsvorstellung.de

Vor fast 20 Jahren trat eine Frau in mein Leben, die mir lange Zeit “beste Freundin” war. Sie zog irgendwann weg aus meiner/unserer Stadt und wir blieben einander noch eine Weile weiter verbunden. Irgendwann wurde es ihr zu nahe und sie verletzte mich mit ihrem schriftlich formulierten Ansinnen auf mehr Distanz.

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Sich auf den Himmel freuen?

Kürzlich erfuhr ich, dass unser Pfarrer gestorben sei – an der gleichen Erkrankung (Krebs), auch an einem Sonntag und sogar am selben Monatstag – allerdings 10 Jahre eher. In seinem Nachruf heißt es, dass er erst wenige Monate zuvor die Diagnose erfahren habe und dann zunächst zwischen Hoffen und Vorbereiten auf den Tod hin- und hergeschwankt sei. Und dass er dann allen, die sich von ihm verabschiedet hätten, zum Abschluss mitgeteilt habe, dass er sich auf den Himmel freut. Das beschäftigt mich genug, um mal wieder zu posten.

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Gute Trauer hat neuerdings eine Sitemap ;)

Je länger ich im Internet zu diesem Thema recherchiere, je mehr Kontakte geschehen. Und in den Kontakten geschieht auch etwas. Ich freue mich sehr, dass von Aeternitas e.V. gefördertes Trauer-Portal “Leben mit Sterben, Tod und Trauer” neuerdings über eine Sitemap verfügt.

Über eine solche Sitemap ist es einfach möglich,  zu den interessierenden Seiten zu navigieren. Meist befindet sich eine solche Sitemap am unteren Rand des Internetauftritts – so auch hier. Viele hilfreiche Entdeckungen allen, die bisher noch nicht den Weg zur GUTEN Trauer gefunden haben!

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