Auch in diesem Jahr wieder: Leben und Tod in Bremen

Logo der Messe "Leben und Tod"Auch in diesem Jahr gibt es wieder den Fachkongress “Leben und Tod” für haupt- und ehrenamtliche HospizlerInnen und Pflegekräfte, dazu offene Vorträge für PrivatbesucherInnen sowie eine begleitende Ausstellung. Geboten werden u.a. Vorträge zu Palliative Care, Trauer, Ethik, Spiritualität und Hospizarbeit.

Diverse Aussteller/innen werden sich und vor allem ihre Produkte und Dienstleistungen rund um die Themen Leben, Sterben, Tod und Trauer vorstellen. Es gibt ein Forum sowie einen interdisziplinären Treffpunkt.

Zeitraum: 10.05.2012 – 11.05.2012
Ort: Messe Bremen, Halle 4, Findorffstraße 101, 28215 Bremen

Weitere Infos zu Preisen, Vorträgen und sonstigen wichtigen Informationen unter www.leben-und-tod.de <http://www.leben-und-tod.de/> oder +49 (0) 421 3505 488.

Leichenwagen vor dem Haus

Schon seltsam – da bedauere ich es doch tatsächlich, nicht mit einem Fotoapparat aus dem Haus gegangen zu sein. Nicht wegen der “Schaulustigkeit”, sondern wegen des eher seltenen Motivs, was ich gut hätte für diesen Artikel brauchen können. Vor unserem Haus stand heute früh ein dezent hellbrauner Leichenwagen. Ordnungsgemäß eingeparkt in eine ausreichend große Parklücke, aber den verhangenen Fenstern (und dem Navi im Fahrer/innen-Raum) nach zu urteilen ein Leichenwagen.

Auf der Suche im Netz nach einem “passenden” Bild fand ich irgendwie nur schwarze Wagen oder “Absurdes”, daher kommt dieser Artikel nun ohne Bild daher. Der Anblick des Wagens beschäftigte mich genug, um einen neuen Artikel zu rechtfertigen (Brauche ich neuerdings eine Rechtfertigung dafür? Scheint so). Den Rest des Beitrags lesen »

Wie ein Brief aus dem Jenseits

Neulich bekam ich die Unterlagen in die Finger, die meine hier schon häufiger erwähnte Heilpraktikerin über mich im Laufe der Jahre erstellt hat. Das meiste davon war unlesbar für mich, was mir schon vorher klar war. Es gab jedoch einen maschinengeschriebenen Bericht über mich, den sie vermutlich mal verwendet hat, um in einer Schulung über mich als “Fall” zu berichten.

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Almanya + Salman Rushdie

Ich komme grad aus dem Film “Almanya – Willkommen in Deutschland“, was mich mal wieder zu einem (kurzen) Artikel hier motiviert. Ich fand das abschließende Zitat sehr be-merkens-wert und habe mir die Angaben “Mitternachtskinder” sowie den Namen des Autors gemerkt, die im Abspann genannt wurden. Das Zitat selbst fand sich hier. Und jetzt auch hier:

„Ich bin die Summe all dessen, was vor mir geschah, all dessen, was unter meinen Augen getan wurde, all dessen, was mir angetan wurde. Ich bin jeder Mensch und jedes Ding, dessen Dasein das meine beeinflusste oder von meinem beeinflusst wurde. Ich bin alles, was geschieht, nachdem ich nicht mehr bin, und was nicht geschähe, wenn ich nicht gekommen wäre.“ (Salman Rushdie)

Interessant fand ich auch, wie einer der Onkel (?) von Cenk ihm erklärte, wo der Großvater jetzt sei: Auch bei Wasser gäbe es diverse Aggregatzustände, dennoch wäre es immer da. Wenn es verdampft, steigt es zum Himmel auf – so wie der Opa.

Orte, die gut tun

Quelle+Copyright: www.liv-stein.de

Kürzlich erzählte ich einer Freundin, dass ich das Bedürfnis verspüren würde, auf den Friedhof zu wollen. Ich ergänzte dann noch, dass ich damit keine morbiden Gedanken verbinden würde, sondern im Gegenteil “Tanne abräumen, Blumen zum Grab meiner Mutter tragen, da sein”. Nun begegnete mir in einem Newsletter die Empfehlung zur Veranstaltung “Orte, die gut tun” – damit ist alles gesagt, oder?

Es folgt der Pressetext sowie die Empfehlung, mal eine Suchmaschine mit dieser Wortkombination zu “füttern” – dieser Wortlaut begleitet Steinmetze und Friedhofsverwalter/innen offenbar schon länger – es gibt sogar Bücher zu diesem Thema.

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Abgrenzung, um Abstand zu bekommen

Sie fehlt mir immer noch – meine Heilpraktikerin. Ich denke bei jedem auftretenden Symptom sofort daran, was sie mir wohl empfohlen hätte. Ich bin traurig, dass ich sie nicht mehr fragen kann. Ihr nichts mehr erzählen kann. OK – ich könnte ihr natürlich trotz meines Wissens um ihren Tod etwas erzählen von dem, was ich an Symptomen bemerke. Da sie jedoch meist mit eher ungewöhnlichen Empfehlungen kam, hilft mir das nur begrenzt. Ich bewunderte schon zu ihren Lebzeiten ihre Kompetenz, die ganz offen-sichtlich das überschritt, was ich aus entsprechenden Büchern bekam.

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Andere Verbindungen

Inzwischen war ich auf “Einladung” in der dortigen Praxis und habe mir ein “Bild” davon gemacht, dass meine Heilpraktikerin offenbar wirklich tot ist. Nicht, dass es einen wirklichen Grund gegeben hätte, daran zu zweifeln – niemand wird so eine Traueranzeige als Joke versenden. Dennoch hat es für mich einen Unterschied gemacht, die schwarzen Bänder rund um ihr Firmenschild zu sehen und an der Eingangsstufe die Blumen und Kerzen.

Wobei die, die das Angebot gemacht haben, sichtbar überfordert davon wirkten, dass sie nicht nur einen Raum/Ort (nämlich die ehemaligen Behandlungsräume) zum Abschied nehmen können anbieten. Es gab die Möglichkeit, einen Tee zu bekommen und sich in dem Raum bzw.  an einem extra gestalteten Bereich mit Foto und Blumen und schwarzem Tuch und einem Kondolenzbuch aufzuhalten.

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