Wie viele Dinge(?) brauche ich wirklich?

frage/antwortNeulich las ich in einem Newsletter zum Thema Vollmond folgenden Gedanken:

Wir haben einmal einen Mönch gefragt, wie lange er brauchen würde, um seine Sachen zu packen und seine Heimat für immer zu verlassen. Er antwortete: „10 Minuten“. Wie lange würden Sie brauchen und was würden Sie mitnehmen?

Mich hat das länglich beschäftigt. Ich schrieb ja schon mal im Rahmen der mehr oder minder guten Vorsätze von den 10.000 Dingen, die jede/r sein/ihr Eigen nennt. Während ich über die o.g. Frage nachdachte, fiel mir auf, dass ich zumindest auf das erste Grübeln hin zwar vermeintlich an nur wenigen „Dingen“ hänge, es faktisch allerdings schwer vorstellbar finde, in 10 Minuten die mir wirklich lieb gewordenen Dinge(?) fertig gepackt zu haben. Wobei ich schlussendlich auch in 10 Stunden keine Alternative sähe. Ich brauche Zeit, um darüber nachzudenken. Was vermutlich ist, was mir der Newsletter nahe legt: mir Zeit zu nehmen für solche Gedanken.

Ja – im Zeitalter der elektronischen Verknüpfung von Menschen ist es sicher einfacher als früher, die Heimat für immer zu verlassen. Dennoch – die elektronische Verknüpfung allein scheint mir mindestens auf Dauer gesehen nicht ausreichend. Ganz abgesehen von der mir unmöglich scheinenden nur virtuellen Verbindung zu gewissen nichtmenschlichen Lebewesen.

Ich finde es dennoch bedenkenswert. Es könnte schließlich doch mal Wirklichkeit werden, schnell gehen zu müssen – sei es wegen Feuers oder sonstiger äußerlicher Einwirkungen. Es schiene mir sinnvoller, nicht erst dann anzufangen mit dem Überlegen.

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Das Institut der letzten Wünsche – Antonia Michaelis

Mal wieder ein Lesetipp: das im Titel genannte Buch mit mehr als 500 Seiten habe ich nur mit Mühe immer wieder aus der Hand gelegt. Und das, obwohl ich mich mehrfach fragte, was ich da tue, denn ich habe – wie öfter – zunächst die letzten Seiten gelesen (wer weiß, ob es sich lohnt oder/und ich dazu komme…).

Ein mich sehr berührendes Buch. Es beschäftigt sich mit den letzten Wünschen anderer Menschen, löst natürlich auch Gedanken zu eigenen letzten Wünschen aus und klammert die Frage nach Sterbehilfe ein statt aus. Außerdem habe auch ich immer wieder gelacht angesichts der gewählten Formulierungen.

Fazit: ja – es hat sich gelohnt. Auf alle Fälle.

2015 im Rückblick

Die WordPress Statistik-Elfen waren emsig damit beschäftigt, einen personalisierten Bericht zusammenzustellen, der im Detail zeigt, wie sich dieses Blog in 2015 verändert hat.

Ein New York City U-Bahnzug fasst 1.200 Menschen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 4.700 mal besucht. Um die gleiche Anzahl von Personen mit einem New York City U-Bahnzug zu befördern wären etwa 4 Fahrten nötig.

Der vollständige Bericht findet sich hier. Mein eigener Rückblick für 2014 ist ebenfalls auf diesem Blog verlinkt. Darin mache ich mir u.a. Gedanken, ob es Sinn macht, öfter etwas zu veröffentlichen. Vielleicht nicht unbedingt öfter, aber regelmäßiger. Ist mein Fazit aus der Statistik des vergangenen Jahres. Nun ja.

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Was war das noch gleich mit der 42?

42Wer sich mit Fantasy/Science fiction auskennt, wird die Antwort bestimmt sofort wissen und erkennen. Für alle anderen ein Zitat aus der Wikipedia dazu:

Antwort auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“…

Wie ich darauf komme? Nun ja – ich fand gestern in einem an mich adressierten Päckchen die rechts abgebildete Kerze. Woraufhin ich darüber nachdachte, ob – zumindest für die, die daran glauben und vielleicht auch für die Anderen – die Geburt Jesu, auf die jede Adventszeit wieder neu zu verweisen sucht, vielleicht noch viel „genauer“ als die 42 die Antwort sein könnte auf die Frage „nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest“ . Und ob es insofern vielleicht gar kein Transport- oder Produktionsschaden ist, dass diese Kerze aussieht, wie sie aussieht, sondern Absicht? Zumindest Josef oder der, der da neben der Krippe sitzt, sieht mir SEHR nachdenklich aus. Was ja auch wieder passt. Irgendwie.

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Gesucht und gefunden.

Keine Ahnung, wo der Text her ist, der sich im vorigen Beitrag dieses Blogs findet. Ich habe ihn jedenfalls gestern früh zum Beginn des ersten Tages ohne Internetexerzitien von meinem Abreißkalender herunter gezogen – und fand ihn sehr schön passend zum Abschluss der Exerzitien – nicht mehr wissend, dass ich ihn bereits an den Beginn gesetzt hatte. Wie kann denn so etwas sein?? Das ist doch erst ca. 5 Wochen her??? Ich merke schon – ich muss doch wohl etwas besser dokumentieren, wo ich etwas finde. Dann gibt es zumindest den Hauch einer Chance, etwas doch wieder statt neu zu finden. Oder ist das der erkennbare Beginn einer Demenz?

Hier jetzt mal die zumindest aktuell noch zugängliche Fundstelle der Exerzitientexte aus den diesjährigen Novemberexerzitien. Und zusätzlich die vorgeschlagenen Beginn- und Abschlussgebete, die es dieses Mal zu meinem Leidwesen nur als verlinkte PDF-Dateien gab – dafür mehr Auswahl.

 

 

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Zum Beginn der neuen Internetexerzitien

Schön und gut? Schön und gut!

Ich suche nicht – ich finde.

Suchen – das ist Ausgehen von alten Beständen und ein Finden-Wollen
von bereits Bekanntem im Neuem.

Finden – das ist das völlig Neue! Das Neue auch in der Bewegung.
Alle Wege sind offen und was gefunden wird, ist unbekannt.

Es ist ein Wagnis, ein heiliges Abenteuer!

Die Ungewissheit solcher Wagnisse können eigentlich nur jene auf sich nehmen,
die sich im Ungeborgenen geborgen wissen, die in die Ungewissheit, in die Führerlosigkeit geführt werden, die sich im Dunkeln einem unsichtbaren Stern überlassen, die sich vom Ziele ziehen lassen und nicht – menschlich beschränkt und eingeengt – das Ziel bestimmen.

Dieses Offensein für jede neue Erkenntnis im Außen und Innen: Das ist das Wesenhafte des modernen Menschen, der in aller Angst des Loslassens doch die Gnade des Gehaltenseins im Offenwerden neuer Möglichkeiten erfährt.

Pablo Picasso

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Ende in Sicht?

Nun kamen „sie“ (die Tatortreiniger/innen)  zwar nicht Anfang der Woche, aber doch – endlich – Ende der Woche. Sie sahen außerirdisch aus in ihren weißen Wegwerfanzügen, die nun (nicht mehr) in unseren Hausmülltonnen vor sich hin stanken. Staunend hatte ich festzustellen, dass es wie sonst bei Putzjobs auch mehr Frauen als Männer sind/waren, die diesen Job ausführten. Sie waren zu dritt und haben jeden Schritt mit der Digitalkamera dokumentiert. Ich schätze, das ist dafür da, dass ihnen niemand vorwerfen kann, sie hätten sich bereichert an fremdem Eigentum.

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