Aus einem Interview mit Herman van Veen

Gestern hörte ich ihn mal wieder im Deutschlandradio Kultur:

„Ich bin glücklich, sehr gesund, kann tun, was ich gerne tue, spiele sehr viel Vorstellungen und ich habe auch genug Zeit zwischendurch, um Enkeln, Haus, Freunde zu genießen. Also ich bin ein glücklicher Mann. Ich kenne Leute, die ich liebe. Und ich kenne Leute, die mich lieben und genieße das sehr. Und ich habe das große Glück, dass ich einen Beruf habe, der so intensiv ist, dass ich nicht in einer Sportschule oder so gehen muss und dadurch bin ich auch extrem fit.“

Ich wünschte, ich könnte auch mal so in der Art sein, wenn ich über 70 bin. Ja – kein „glücklicher Mann“ und ohne Enkel und Auftritte. Das wohl. Da es andererseits bis dahin noch einige Zeit ist, kann ich zumindest darüber nachdenken, was in meinem Leben nötig wäre zu ändern, um so etwas äußern zu können.

In den nächsten knapp 2 Wochen ist das Interview mit ihm noch nachzuhören. (knapp 40min.) Ich finde, es lohnt sich. Aber ich bin da vielleicht auch voreingenommen?

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Zeit zum Lesen

buchringIch habe in der letzten Zeit 2 Bücher am Wickel gehabt, die mir einer Erwähnung auf diesem Blog „wert“ erscheinen. Mir ist auch klar, dass auf diesem Blog seit diversen Monaten weniger passiert als ich das dachte. Vielleicht ändert es sich dadurch, dass ich hier auch notiere, was für mehr oder minder „themenbezogene“ Literatur mir so begegnet? Mal sehen.

Zum einen wäre da

  • Das Geräusch einer Schnecke beim Essen
    Ich bekam es geschenkt und war erstaunt über den Titel. Da ich Schnecken – vor allem solche mit Häusern, weniger nackte – mag, habe ich es sehr interessiert gelesen, obwohl ich es vermutlich niemals selbst erworben/entliehen hätte. Es hat mich berührt und mir viele neue Informationen über die(se) Schnecke(n) geschenkt. Es handelt von einer schwerkranken Frau – was meine Mutter auch war, bevor sie starb. Daher bekommt es jetzt einen Platz in diesem Blog.

Das Andere ist

  • Der Tod und andere Höhepunkte meines Lebens
    Das Buch habe ich selbst erstanden. Auch wenn die Kritiken zum Teil finden, dass das Buch zu wenig Tiefgang zeigt und gegen Ende zu schnell zum Ende kommt – ich habe es gern gelesen.

Insgesamt stelle ich fest: mein Literaturgeschmack, meine Vorlieben haben sich mit dem Tod meiner Mutter geändert. Ich lese jetzt anderes als vorher. Abwarten, wie viel davon ich hier oder dort veröffentlichen werde.

Dieses Blog ist nur am Rande…

…christlich und es kam noch nie ein Text darin, in dem Engel eine Rolle gespielt hätten. Heute ist mir jedoch ein Text begegnet, der mich wohl durch den Tag begleitet hat und den ich daher hier „fest-halten“ möchte.

Das Geheimnis des Kreuzes

Wenn alle Engel, alle Genies der Welt studiert hätten, was wohl in dieser oder jener Lage nütze, dieses Opfer oder jenes Leiden, diese Versuchung oder jener schmerzliche Verlust, sie hätten nichts finden können, was für dich passender gewesen wäre, als was dich getroffen hat […] damit du ganz du selber werdest und in Gott deine Erfüllung findest.

Mich berührt viel mehr die Wortwahl des Franz von Sales, von dem dieser Text stammen soll, als die Erwähnung der Engel oder des Kreuzes. Und wohl am meisten das, was ich hervorgehoben habe: „ganz du selber“ sein und werden.

Ich habe es eher nicht so mit einem rein(?) männlichen Bild Gottes, wie ich Ihn/Sie verstehe. Da bedauere ich dann auch immer mal, dass es die „Higher Power“ nur im Englischen gibt, die im Deutschen nur unzulänglich übersetzt ist mit „Höhere Macht“ oder „Höhere Kraft“. Die in obigem Text vorkommenden (und zunächst nicht dort stehenden) „Bilder“ sind jedoch – vermutlich aufgrund der anfangs erwähnten (weiblich konnotierten) Weisheit – für mich so wenig „männlich besetzt“, dass es mir nahe lag, diesen Text in den mich berührenden Teilen getreu der Bibel in gerechter Sprache umzuformulieren wie folgt:

So hat Gottes ewige Weisheit von Urbeginn an gesonnen, um Dir dieses Kreuz aus Ihrem Herzen als kostbares Geschenk zu geben. Sie hat dieses Kreuz, ehe Sie es Dir schickte, mit Ihrem allwissenden Auge betrachtet, mit Ihrem göttlichen Verstand durchdacht, mit Ihrer weisen Gerechtigkeit geprüft und Ihrem liebenden Erbarmen durchwärmt. Sie hat dieses Kreuz mit Ihren beiden Händen gewogen, ob es nicht um einen Millimeter zu groß, ein Milligramm zu schwer sei. Dann hat Sie es gesegnet mit Ihrem heiligen Namen, mit Ihrer Gnade gesalbt und mit Ihrem Troste durchhaucht und noch einmal auf Dich und Deinen Mut geblickt.  So kommt dieses Kreuz geradezu aus dem Himmel zu Dir als ein Ruf Gottes und als ein Geschenk Ihrer erbarmenden Liebe, damit Du ganz Du selber werdest und in Gott Deine Erfüllung findest.

 

Was ist das denn??

Ein mir sehr na(c)(h)-gehender Beitrag in einem mir bisher unbekannten Blog:

Geh mir weg mit deiner Lösung! Sie wär der Tod für mein Problem!

So singt es Annett Louisan.

Tatsächlich ertappe ich mich regelmäßig dabei, wie ich zu jeder vorgeschlagenen Lösung ein Aber erfinde. Als wolle ich deutlich machen, dass mein Problem wirklich und absolut unlösbar und damit ganz schlimm sei. Ich denke, dem liegen drei Phänomene zugrunde: Weiterlesen? Hier Klicken.

Danke. Einfach so. So einfach. Oder so.

Wie viele Dinge(?) brauche ich wirklich?

frage/antwortNeulich las ich in einem Newsletter zum Thema Vollmond folgenden Gedanken:

Wir haben einmal einen Mönch gefragt, wie lange er brauchen würde, um seine Sachen zu packen und seine Heimat für immer zu verlassen. Er antwortete: „10 Minuten“. Wie lange würden Sie brauchen und was würden Sie mitnehmen?

Mich hat das länglich beschäftigt. Ich schrieb ja schon mal im Rahmen der mehr oder minder guten Vorsätze von den 10.000 Dingen, die jede/r sein/ihr Eigen nennt. Während ich über die o.g. Frage nachdachte, fiel mir auf, dass ich zumindest auf das erste Grübeln hin zwar vermeintlich an nur wenigen „Dingen“ hänge, es faktisch allerdings schwer vorstellbar finde, in 10 Minuten die mir wirklich lieb gewordenen Dinge(?) fertig gepackt zu haben. Wobei ich schlussendlich auch in 10 Stunden keine Alternative sähe. Ich brauche Zeit, um darüber nachzudenken. Was vermutlich ist, was mir der Newsletter nahe legt: mir Zeit zu nehmen für solche Gedanken.

Ja – im Zeitalter der elektronischen Verknüpfung von Menschen ist es sicher einfacher als früher, die Heimat für immer zu verlassen. Dennoch – die elektronische Verknüpfung allein scheint mir mindestens auf Dauer gesehen nicht ausreichend. Ganz abgesehen von der mir unmöglich scheinenden nur virtuellen Verbindung zu gewissen nichtmenschlichen Lebewesen.

Ich finde es dennoch bedenkenswert. Es könnte schließlich doch mal Wirklichkeit werden, schnell gehen zu müssen – sei es wegen Feuers oder sonstiger äußerlicher Einwirkungen. Es schiene mir sinnvoller, nicht erst dann anzufangen mit dem Überlegen.

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Das Institut der letzten Wünsche – Antonia Michaelis

Mal wieder ein Lesetipp: das im Titel genannte Buch mit mehr als 500 Seiten habe ich nur mit Mühe immer wieder aus der Hand gelegt. Und das, obwohl ich mich mehrfach fragte, was ich da tue, denn ich habe – wie öfter – zunächst die letzten Seiten gelesen (wer weiß, ob es sich lohnt oder/und ich dazu komme…).

Ein mich sehr berührendes Buch. Es beschäftigt sich mit den letzten Wünschen anderer Menschen, löst natürlich auch Gedanken zu eigenen letzten Wünschen aus und klammert die Frage nach Sterbehilfe ein statt aus. Außerdem habe auch ich immer wieder gelacht angesichts der gewählten Formulierungen.

Fazit: ja – es hat sich gelohnt. Auf alle Fälle.

2015 im Rückblick

Die WordPress Statistik-Elfen waren emsig damit beschäftigt, einen personalisierten Bericht zusammenzustellen, der im Detail zeigt, wie sich dieses Blog in 2015 verändert hat.

Ein New York City U-Bahnzug fasst 1.200 Menschen. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 4.700 mal besucht. Um die gleiche Anzahl von Personen mit einem New York City U-Bahnzug zu befördern wären etwa 4 Fahrten nötig.

Der vollständige Bericht findet sich hier. Mein eigener Rückblick für 2014 ist ebenfalls auf diesem Blog verlinkt. Darin mache ich mir u.a. Gedanken, ob es Sinn macht, öfter etwas zu veröffentlichen. Vielleicht nicht unbedingt öfter, aber regelmäßiger. Ist mein Fazit aus der Statistik des vergangenen Jahres. Nun ja.

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